Dienstag, 4. November 2008

US-Wahlnacht und Alkohol, ich bin so kindisch...

Irgendwie liegt es in meiner Natur zu meinen sich nach einem harten Tag irgendwie belohnen zu müssen. Und hart war der Tag heute oder sagen wir lieber lang und langweilig, jedenfalls hätte ich mich, als ich um halb sieben aus der Uni kam, sofort ins Bett legen können. Aber nicht ohne Belohnung und so kam es, dass ich noch zwei Stationen weiter fuhr und umfangreich eingekaufte und sogar noch bis zum EXTRA gelatscht bin um vegane Bratensoße zu kriegen. Denn wie sich schon erahnen lässt, sollte meine Belohnung aus einem luxuriösen Abendessen bestehen. Es gab Soja-Steak mit Kartoffeln, Erbsen und Möhrchen und Bratensoße. Ganz schön schwer zu kochen mit nur zwei Kochplatten, zwei Töpfen und einer Pfanne aber nicht unmöglich!
-Nicht unmöglich aber unmöglich überfordert war ich zwischendurch und so kam es, dass das Öl für das Gemüse schon etwas zu heiß war, als ich das selbige hinzu tun wollte und als die erste Möhre den Topfboden berührte gab es eine atemberaubende Fett-Fontäne.
Mitgerissen von der Melancholie die dieses Schauspiel der Chemie mitgebrachte brauchte ich einen kleinen Moment um den Ernst der Lage zu begreifen und den Topf vom Herd zu nehmen. Die kurze Zeit der Angst um einen Fettbrand und dem Ärger, dass ich keinen Eimer Sand neben der Tür stehen habe kam mir wie eine Ewigkeit vor und endete in der beruhigenden Erkenntnis, dass nur die Küche völlig versaut ist. Abgesehen von diesem Zwischenfall und einem Haufen Geschirr, das auch darauf wartete abgewaschen zu werden hat sich die Sache gelohnt, denn das Essen war wirklich köstlich!
Doch kein Grund den Abend vor der Nacht zu loben, denn ich hatte noch einen Haufen Texte zu kopieren und meine mittlerweile schlechte Laune fing an sich zu festigen. Wer jetzt allerdings auf den großen Hammer hofft, den muss ich enttäuschen. Man glaubt nicht wie sehr ein Telefongespräch den Abend versüßen kann. Vielleicht liegt es auch an den vier Bier, aber die Arbeit hat sich wie von selbst erledigt. Und morgen wird nicht mal halb so anstrengend, trotzdem rate ich jedem davon ab, nach einem langen Tag noch den Chefkoch raus hängen zu lassen. Aber um ein paar abschließende Worte zu sagen: Alles ist alright, danke!