Dienstag, 4. November 2008

US-Wahlnacht und Alkohol, ich bin so kindisch...

Irgendwie liegt es in meiner Natur zu meinen sich nach einem harten Tag irgendwie belohnen zu müssen. Und hart war der Tag heute oder sagen wir lieber lang und langweilig, jedenfalls hätte ich mich, als ich um halb sieben aus der Uni kam, sofort ins Bett legen können. Aber nicht ohne Belohnung und so kam es, dass ich noch zwei Stationen weiter fuhr und umfangreich eingekaufte und sogar noch bis zum EXTRA gelatscht bin um vegane Bratensoße zu kriegen. Denn wie sich schon erahnen lässt, sollte meine Belohnung aus einem luxuriösen Abendessen bestehen. Es gab Soja-Steak mit Kartoffeln, Erbsen und Möhrchen und Bratensoße. Ganz schön schwer zu kochen mit nur zwei Kochplatten, zwei Töpfen und einer Pfanne aber nicht unmöglich!
-Nicht unmöglich aber unmöglich überfordert war ich zwischendurch und so kam es, dass das Öl für das Gemüse schon etwas zu heiß war, als ich das selbige hinzu tun wollte und als die erste Möhre den Topfboden berührte gab es eine atemberaubende Fett-Fontäne.
Mitgerissen von der Melancholie die dieses Schauspiel der Chemie mitgebrachte brauchte ich einen kleinen Moment um den Ernst der Lage zu begreifen und den Topf vom Herd zu nehmen. Die kurze Zeit der Angst um einen Fettbrand und dem Ärger, dass ich keinen Eimer Sand neben der Tür stehen habe kam mir wie eine Ewigkeit vor und endete in der beruhigenden Erkenntnis, dass nur die Küche völlig versaut ist. Abgesehen von diesem Zwischenfall und einem Haufen Geschirr, das auch darauf wartete abgewaschen zu werden hat sich die Sache gelohnt, denn das Essen war wirklich köstlich!
Doch kein Grund den Abend vor der Nacht zu loben, denn ich hatte noch einen Haufen Texte zu kopieren und meine mittlerweile schlechte Laune fing an sich zu festigen. Wer jetzt allerdings auf den großen Hammer hofft, den muss ich enttäuschen. Man glaubt nicht wie sehr ein Telefongespräch den Abend versüßen kann. Vielleicht liegt es auch an den vier Bier, aber die Arbeit hat sich wie von selbst erledigt. Und morgen wird nicht mal halb so anstrengend, trotzdem rate ich jedem davon ab, nach einem langen Tag noch den Chefkoch raus hängen zu lassen. Aber um ein paar abschließende Worte zu sagen: Alles ist alright, danke!

Donnerstag, 30. Oktober 2008

Ein Semesterticket für die Welt und die seltene Krankheit Geld zu scheißen.

Und alle alltäglichen, kleineren Probleme wären aus der Welt geschafft. Wobei einem hier das Semesterticket nur den Stress erspart ständig ein neues Bahnticket lösen zu müssen. -Dachte ich gestern als mir ein Konzert im AZ Mühlheim auffiel, welches ich sogar mit meinem Semesterticket kostenlos erreichen könnte.

Aber zurück zu den alltäglichen, kleineren Problemen, als ich heute beim Penny an der Kasse stand bekam ich mit, wie die Schlange neben mir immer länger wurde und einem älteren Herren ganz vorne irgend etwas nicht zu passen schien...

Es ging wie immer um einen Artikel, der teurer verkauft wurde als er im Prospekt stand oder ausgeschildert war. Genau wie neulich auch und die Woche davor. Ich kann es nicht verstehen wie man ohne Rücksicht auf die Schlange hinter einem und auf die arme Halbtagskraft an der Kasse wegen Kleinstbeträgen einen solchen Aufstand abziehen kann?! Okay, ich sehe ein, dass auch Cent-Beträge für Viele eine Menge Geld sein können und wenn dann etwas anderes auf dem Kassenbon steht, dann ist offensichtlich etwas schief gelaufen aber wenn neben der zu bezahlenden Summe auch noch die richtige Artikelbezeichnung steht, dann kostet dieser Artikel eben auch genauso viel. Und da nützt es einem auch nicht weiter sich wie der König von Frankreich auf zu führen. Wenn man das Geld dafür nicht übrig hat, lässt man den Artikel eben da und lässt sich seinen Euro und ein paar kaputte wiedergeben. Ein Fehler bei der Etikettierung ist vielleicht ein Grund zur Beanstandung aber man hat keinen Anspruch auf eine Preisminderung.Doch das ist die Action des kleinen (alten) Mannes.

Ich hatte meine Action heute übrigens darin, dass ich mal wieder in einen Radarfalle gesaust bin und unüblicher Weise direkt danach raus gewunken wurde. Das Angebot lautete: Ein Verwarnungsgeld in Höhe von fünfundzwanzig Euro. Ganz unbürokratisch direkt in der grünen Minna mit Sparkassenkarte bezahlt. Wahnsinn in dieser Zeit zu leben...

Mittwoch, 1. Oktober 2008

Imbiss Live.

Ich stehe auf Unterschichtenfernsehn! Nur kurz zur Erklärung für die, die es nicht kennen. „Imbiss Live“ ist eine vierundzwanzig Stunden Live-Doku über eine Frittenbude in Berlin. Der Laden ist mit Kameras und Mikrofonen gespickt, so das jeder Winkel abgezirkelt ist. Das ganze Specktakel kann man sich im Internet rund um die Uhr angucken oder man schaut sich täglich (?) die Höhepunkte in einer halbstündigen Sendung auf Kabel-1 an.
Als ich die Vorschau von dieser Sendung gesehen habe, musste ich stark rätseln wer sich so etwas wohl angucken möchte und habe nach kurzer Zeit mit einem inneren Kopfschütteln nicht weiter darüber nachgedacht.
Als ich dann allerdings einmal von dieser Show erzählte, konnte ich nicht anders und klickte auf www.kabeleins.de den Livestream an um zu sehen, was so gerade ab geht. Und siehe da, nach zwei Minuten hatte ich das Konzept dieser Show verstanden! Hier geht es nicht darum, wer diese Sendung sehen möchte. Hier geht es darum, dass nun jeder Depp und sei er noch so untalentiert, dumm oder hässlich die Möglichkeit hat ins Fernsehn zu kommen! So etwas war früher nur möglich, wenn ein Mord im Heimat-Bauern-Dorf passiert ist und man zufällig als Schaulustiger vor die Kamera der Reporter geraten war.
Berlin ist zwar nun wirklich kein Dorf aber wer nicht blind durch die Weltgeschichte schlendert weiß, dass es auch in der großen Stadt genug Bauern gibt. Ich möchte fast sagen: Die größten Städte haben die dümmsten Bauern. Das wurde mir sofort klar als der erste übergewichtige null-acht-fünfzehn Teenager ins Bild kam und mit seinen nicht weniger langweiligen Freunden blöde Sprüche raushaute und ab und zu mit einen verstohlenen Blick in die Kamera linste, als ob er kontrollieren wollte, dass sie auch noch alles aufnimmt, was er da so vom Stapel lässt.
Ich sollte vielleicht noch erwähnen, dass es noch eine weitere Besonderheit an dem Imbiss gibt, dort kann man nämlich nicht nur Currywurst und Pommes essen, sondern hat auch noch die Möglichkeit seiner Currywurst mit verschiedenen Schärfegraden auf die Sprünge zu helfen. Auch das eignet sich natürlich erstklassig dafür als Normalbürger im Fernsehn den ganz großen Otto los zu machen. –Dachten sich auch vier Junge Männer und bestellten eine „Currywurst-La Bomb“, denn jeder soll ja sehen, was sie für harte Typen sind und bestimmt hat sich eine bezaubernde junge Dame vor der Glotze gedacht „Wow, sind das aber stramme Burschen, die trauen sich aber was, die fahren sicher auch ohne Helm Motorrad“. Nach dem ersten Stück Wurst musste sich einer der vier seines Zippers entledigen weil ihm schlagartig sehr warm wurde, darunter kam ein super witziges Funshirt aus dem EMP zum Vorschein und ich überlegte mir, dass jemand schon eine ziemlich langweilige Person sein muss, wenn er nur durch Äußerlichkeiten auf sich aufmerksam machen kann.
Vielleicht sollte ich eine Studie beginnen, ich prüfe stichprobenartig die Gäste dieses Lokals und halte fest, wie viele Idioten, Normalos und sympathische Menschen dort verkehren. Mal davon abgesehen, dass jemand der gerade in eine Currywurst beißt mir eh nicht sympathisch ist, weiß ich schon jetzt wie das Ergebnis ungefähr ausfallen wird.
Was passiert also als nächstes bei „Imbiss Live“? The stage is yours! Ein Selbstmordattentat wäre mal interessant...

Sonntag, 31. August 2008

Rettet die Welt.

Ich weiss nicht, warum ich immer nachts fernsehe. Ich habe das Gefühl, dass dann der ganze Unfug vom Tage in komprimierter Form gesendet wird aber man lernt nie aus und so habe auch ich gerade wieder dazu gelernt. Ich weiss jetzt, dass auch RTL2 eine nächtliche „News-„ Sendung hat und was ich da gesehen habe, hat mich doch ein wenig beunruhigt.
In der Schweiz haben Wissenschaftler die größte Maschine der Welt gebaut, sie hat die Aufgabe Atome auf mehrfache Lichtgeschwindigkeit zu beschleunigen und aufeinander prallen zu lassen. Dieses Experiment soll den Urknall simulieren. Alles schön und gut, wenn da nicht die Kritiker mit ihrem Worst-Case-Szenario der Apokalypse wären, denn aus deren Sicht kann bei diesem Experiment ein Schwarzes Loch entstehen, das sich zu erst im Inneren der Erde aufhält und exponentiell wächst, bis es den kompletten Planeten verschluckt.

Warum ist die Welt eigentlich immer kurz davor unter zu gehen, wenn es mir gut geht? Und alle Helden sind tot, wer soll uns jetzt noch retten? Ich hoffe der europäische Gerichtshof für Menschenrechte, bei dem ist nämlich eine Klage gegen die wissbegierigen Schweizer und ihre Atomschleuder eingegangen. Ich hoffe ihr kommt damit durch Jungs, ich für meinen Teil habe nämlich keine Lust in näherer Zukunft in ein schwarzes Loch gesaugt zu werden! Als Gegenargument wurde genannt, dass diese Schwarzen Löcher höchstens so groß, wie ein Stecknadelkopf werden und sofort wieder verpuffen. Diese Theorie vertritt übrigens auch Steven Hawkins, allerdings lasse ich mir von dem nicht erzählen, was gefährlich oder ungefährlich ist. Denn wenn ich mein Frühstück durch einen Strohhalmen essen müsste, über einen Computer mit meinen Mitmenschen kommunizieren müsste und überhaupt mehr Android als Mensch wäre, würde ich es auch nicht abwarten können endlich in ein schwarzes Loch gesaugt zu werden. Und für einen Wissenschaftler ist das bestimmt ein toller Abgang, jedenfalls besser als sich mit einer Klobürste im Anus mit dem Bademantelgurt an der Türklinke zu strangulieren. Aber das ist eine andere Geschichte, gehört aber definitiv auch zu den Dingen, die Mensch besser nicht wissen sollte.

Also wozu muss man unbedingt wissen, wie es beim Urknall zu gegangen ist? In der Theorie weiss man das ja sowieso schon und das gleiche Geld, was man für den Bau der größten Maschine der Welt ausgegeben hat, hätte man auch genauso gut in die Krebsforschung investieren können. Mein Tipp an die Eierköpfe in ihren Laboratorien: Geht mal raus und erfreut euch am Leben, das kann manchmal interessanter sein als herauszufinden auf welche Weise sich Weltraumdreck zu Mutter-Erde geformt hat.
Aber ich glaube Steven Hawkins nimmt genauso wenig Ratschläge von jemand an, der nachts in Boxershorts vor dem Computer sitzt und Texte für seinen Blog tippt.
Über die journalistische Qualität der RTL2-News oder über die Wichtigkeit von Experiment, Klobürsten und Steven Hawkins lässt sich sicher streiten, nur ich beschäftige mich im Moment lieber mit ganz weltlichen Dingen. Zum Beispiel damit, dass ich bald nach Bielefeld ziehe, denn der Zulassungsbescheid der dortigen Universität lag gestern im Briefkasten. So was baut auf! Also bitte noch etwas Zeit lassen mit dem Weltuntergang!

Dienstag, 19. August 2008

Ein kleiner Einblick in die eigene Anatomie.

Shit happens. Und so auch gestern. Ich war gerade fertig das Auto von den Spuren des Stemwede Festivals zu beseitigen, als mir der bunte Kabelbinder auffiel, den man an den Scheibenwischer gebunden bekommt, wenn man auf das Festivalgelände fährt. Der musste also auch noch entfernt werden. Das erste brauchbare Instrument, was mir dafür in die Hände fiel, war eine Teppichkralle, so ein sau scharfes Cutter-Messer mit einem Harken als Klinge. Ich hätte auch eine Schere nehmen können, aber man will ja auch mal die ganzen coolen Werkzeuge benutzen, die man so zu Hause herum liegen hat.

Also einfach den Harken angesetzt und gezogen. Passierte nix. Also mit etwas mehr Kraft. Es passierte was. Der Kabelbinder riss mit einem Ruck und die Klinge fand ihren Weg in meine Hand. Sofort floss das Blut wie aus einem Wasserhahn und ich schrie mit einem „Fuck“ die Nachbarschaft zusammen. Dann bin ich erstmal schnell runter in den Keller gerannt und hab’ die Flosse unter den Wasserhahn gehalten, ich rief meine Mutter, die mir einen Lappen brachte und mich dann ins Krankenhaus fuhr.

Da lag ich dann in der Notaufnahme, machte Angaben zu meiner Person und wartete auf den Doc, der gab mir erstmal eine Betäubungsspritze und holte dann das Nähbesteck raus. Es ist irgendwie komisch mit anzusehen, wie jemand in einer vier Millimeter tiefen und vier Zentimeter langen Wunde herumsticht und man selber merkt kein Stück davon. Fünf Stiche später war die Prozedur beendet und ich durfte wieder nach Hause gehen. Morgen gehe ich dann noch mal zum Doc um alles durch zu checken und wenn alles glatt läuft kommen Montag die Fäden raus und alles ist bis auf eine Narbe wieder beim Alten. So was nennt man Glück im Unglück, ich hätte mir auch eine Sehne kappen können und fortan mit einem Schlabberdaumen durchs Leben gehen müssen, trotzdem ärgere ich mich, dass ich nicht einfach die Schere genommen habe. Werkzeuge bei deren Benutzung ein gewisses Risiko vorhanden ist, Zweck zu entfremden ist nie eine gute Idee und meistens kommt dann auch, was kommen muss.

Also Freunde: Messer, Gabel, Teppichkralle, Licht, sind für kleine Kinder nichts.

Montag, 21. Juli 2008

Verdammtes Wetter.

Ich höre gerade in das neue Album von „Miaow Miaow“ rein. Es heisst „Summertime for a lifetime“. Gute Musik, versüßt mir den Tag, aber wie unpassend der Titel doch ist. Mitte Juli und es regnet die ganze Zeit, Temperatur mäßig befinden wir uns ehr im März oder April. Das macht einem das Leben auch nicht leichter.

Und diese drückende Langweile, mir fällt die Decke auf den Kopf! Eigentlich hätte ich heute freies Haus gehabt, aber meine Eltern haben ihren Berlin-Trip verschoben. Ich nehme an, wegen dem Wetter. Naja, nicht mehr lange und ich habe immer freies Haus. In einem "Dendemann" Text heisst es „Von Heimweh bleibt wohl niemand verschont“, das glaube ich auch, aber im Moment könnte ich ruhig ein bisschen mehr Freiheit vertragen. Was nicht heisst, dass mich meine Eltern in irgendeiner Weise einschränken, es geht mir da mehr um das Gefühl an sich. So bleibt nur zu hoffen, dass wenigsten heute Abend irgendwas Spannendes passiert, dafür würde ich auch durch den Regen laufen.


Song des Tages:

Adorno – Meaning.

Sonntag, 20. Juli 2008

Ich habe einen neuen Feind!

Master Blaster. In Mad Max – Jenseits der Donnerkugel ist der Master Blaster der mächtigste Gegner, dem man sich in der skurilen Einöde der Postapokalypse stellen kann. Ich meine aber nicht diesen aus zwei sehr seltsamen Menschen bestehenden Gladiator, sondern das Getränk. Bestehend aus Wodka, Sekt und Energiedrink. Es ist der mächtigste Gegner, dem man sich in der skurilen Einöde der urbanen Schlachtfelder der Gegenwart stellen kann. Macht nicht nur irre besoffen sonder auch derbe Kopfschmerzen.

Mein Magen dreht sich immer noch um. Die paar Bier, die ich am nächsten Tag versucht habe zu trinken, gingen nicht gerade im Eiltempo runter. Dieses Getränk hat nur Nachteile. Und ist wirtschaftlich gesehen totaler Blödsinn. Wenn ich mir eine Flasche Sekt, eine Flasche Wodka und sagen wir zwei Flaschen Energiedrink kaufe, bin ich mal locker um einen Zehner ärmer, aber auch nur, wenn ich das billige Gesöff nehme. Für das Geld kann ich mich auch zwei Tage lang mit Bier abschießen und muss dabei nicht abkotzen und mich mit Magenproblemen durch den nächsten Tag quälen.

Aber das wirklich irre an der Geschichte ist eigentlich, dass ich Master Blaster schon ewig kenne. Seit ich Alkohol trinke, kenne ich dieses Getränk. Nur hab ich es höchstens Mal probiert und nie gemerkt, was das Zeug mit einem anrichten kann, wenn man da mal mehr von trinkt. Aber hey, wenn das nicht das Zeichen dafür ist, dass ich noch lange nicht alt bin? Es gibt immer Grenzen, die man austesten kann!

Also morgen wird dann Eimer geraucht, ich glaub das hab ich auch noch nie gemacht.

Und der nächste Post handelt auch ganz bestimmt nicht wieder von Alkohol. Versprochen. Naja, mal sehen.


Song des Tages:

Miaow Miaow - Rio.

Sonntag, 13. Juli 2008

Day by Day.

Gibt es eigentlich etwas Schönes an einem Kater? Irgendwie schon, immerhin ist der Brummschädel ein sicheres Indiz dafür, dass man die letzte Nacht voll ausgekostet hat. Die Kopfschmerzen gehen vorbei, aber die Jugend kommt nie wieder. Und jeder Nachdurst, jedes Brennen in den Augen und jeder verkorkste Morgen ist es wert gewesen! Man muss den Tag nur mit offenen Armen und einem Lächeln begrüßen und schon sieht die Welt viel rosiger aus, wenn man sich einbilden kann, dass es einem schlecht geht, kann man sich auch einbilden, dass es einem gut geht. Fakt ist doch, dass man ein Haufen leere Materie in einem Gewirr aus Naturgesetzen, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft darstellt und ein paar hundert Barrel Öl mehr wert sind als man selbst. Leben ist, was du daraus machst!

Ich habe keine Ahnung, ob man das nun als positiv oder negativ auffassen soll. Liegt ganz beim Betrachter/ Leser. Und wer liest das hier überhaupt?

Mein Song des Tages:

Jason Anderson – If I’m Waiting

I'm slowly embracing
The concept of you as a ghost
Hauting my kitchen
A phantom
A spector
A fantastic cloud
Such pedestrian dreams
What sexless visions
Of triumph and phonecalls
And email
Send me a kite
With a paper note
Flown up the string

Leaving the house
Has started to feel like
A fourth graders christmas eve
Killing time at the thrift store
Returning on fire to
Tear through the caller ID
But my houdini lover
You've escaped and vanished
The bermuda triangle
Sunk to Atlantis
I'm slowly embracing
The concept of you
As it never was
And never will
But maybe

I don't know if I'm waiting
I don't know if I'm waiting anymore
Or if it's over
It's probably over
I don't know if I'm waiting
I don't know if I'm waiting anymore
Or if it's over
It's probably over

I don't know if I'm waiting
I don't know if i'm waiting anymore
Or if it's over
It's probably over
I don't know if I'm waiting
I don't know if I'm waiting anymore
Or if it's over
It seems like it's over

Quelle: www.songmeanings.net

Und noch ein kleiner Nachtrag. Die Fotos vom Cry Me A River dauern noch etwas.

Sonntag, 6. Juli 2008

Cry Me A River Fest in Versmold. 04. und 05.06.08
















Wie habe ich mich auf dieses Wochenende gefreut.

Alles in Allem kann ich sagen, dass es dann nicht ganz so toll war, was aber nicht am Festival lag.

Am Freitag ging es gegen halb vier los, zwei Autos/ fünf Leute. Wir mussten erst einmal zwei Getränkemärkte ansteuern, bevor wir das Bier unserer Wahl einkaufen konnten und das eigentliche Ziel, Versmold/ Peckeloh ins Visier nehmen konnten. Nach einer kleinen Irrfahrt durch Bielefeld auf Grund einer Baustelle ging es dann zielstrebig weiter und wir lagen voll in Zeit. Natürlich hielt es keiner von uns Ballonköpfen für nötig sich die Adresse zu merken aber zum Glück ist Peckeloh ein winziges Dorf und wer sucht, der findet auch. Nach einer viertel Stunde sind wir dann auch endlich angekommen und haben leider „Ding Dong Dead“ verpasst. Aber was soll’s?! Also erstmal eingecheckt, und das Gelände sondiert. Man stelle sich ein ländliches, geradezu bäuerliches Gasthaus mit Saal vor. Draußen ein Hof mit Bierbänken und der heranführende Feldweg, plus die angrenzende Wiese, dienten als Parkfläche. Das Zeltgelände bestand aus einem c.a. fünf Meter breiten Streifen Grün, der sich ein Stück weit hinter dem Haus entlang streckte, man kann sich also vorstellen, dass der Platz dort sehr begrenzt war. Alles eben sehr familiär gehalten.

Da wir „Ding Dong Dead“ ja sowieso verpasst hatten, bot sich mir das nächste Highlight erst um 19:40 mit „Mr. Willis Of Ohio“ und ich hatte erstmal Zeit ein paar Bier zu trinken, was auch gut so war, denn ich musste langsam den Anschluss an die anderen finden, die schon auf der Hinfahrt getrunken hatten. „Mr. Willis of Ohio“ haben mich nicht enttäuscht und richtig Gas gegeben, so muss das sein.

Mein zweites Highlight am Freitag waren „Who Calls So Loud“, die ich ja bereits schon vor einigen Wochen im AJZ Bielefeld bestaunen durfte, aber ich muss sagen, dass sie mir dieses Wochenende noch um einiges besser gefallen haben!

Der Rest des Abends bestand dann nur noch aus essen und Bier trinken und ich beging einen schwerwiegenden Fehler…

Es war doch sehr frisch in dieser Nacht und ich war nur mit einer kurzen Hose und einem T-Shirt bekleidet und trotz das ich wirklich gefroren habe, war ich einfach zu faul um zu meinem Zelt zu gehen und mir etwas Wärmeres anzuziehen. Als ich mich dann endlich überwunden hatte, war es wahrscheinlich schon zu spät um das Schlimmste vermeiden zu können.

Am nächsten Morgen ging es mir schon gar nicht mehr so gut. Der Hals kratzte, die Nase lief und der Kopf brummte nicht nur vom Alkohol. Aber nach einer Katzenwäsche, einem ausgiebigen Frühstück und einem „Atme dich frei“ –Tee, ging es mir schon wieder besser und ich fühlte mich fit um auf die härteren Getränke umzusteigen, ausserdem hatte die Uhr schon dreizehn geschlagen.

Um uns die Zeit zu vertreiben, machten wir einen Spaziergang zum nächsten Zigarettenautomaten und erkundeten somit gleich das Dorf. Bis auf einen schönen Teich mit einem darin schwimmenden Bierfass gab es aber nichts Interessantes zu sehen. Wieder zurück auf dem Festivalgelände musste ich noch eine gute Stunde die Zeit totschlagen und dann war es endlich so weit. Kontrapunkt! Wenn ich die top zehn Bands aufstellen müsste, die mich in meinem Leben bisher richtig weg geflasht haben, dann landen Kontrapunkt mit unter den ersten fünf. Und es war dieses Mal noch um einiges besser als vergangene Konzerte. Man muss dazu sagen, dass es das Abschiedskonzert war und dem entsprechen der Enthusiasmus der Band und auch des Publikums gigantisch war. Ich hätte gerne mehr Fotos gemacht, denn die einzigen beiden, die ich während des Konzerts gemacht habe sind unkenntlich verschwommen, aber ich war einfach viel zu beschäftigt damit mir die Seele aus dem Leib zu schreien und meine Arme in die Luft zu strecken und mir die Handballen wund zu klatschen. Mehr brauch ich wohl gar nicht zu schreiben. Gigantisch!

Und vielleicht war es genau dieses gigantische Konzert, was meinem grade so gesunden Organismus den Rest gegeben hat. Ich wurde schlagartig müde und schob es erst auf die kurze Nacht, dann wurde der Schnupfen aber immer heftiger, ich immer schwächer und die Kopfschmerzen immer größer. Dazu kam noch, dass es unendlich heiss war und weit und breit kein Schatten zu finden war. Der Sonnenbrand war also vorprogrammiert und ließ auch nicht lange auf sich warten. Ich versuchte wirklich alles um nicht zu stark abzusacken, Wasser, ausspannen, Tee, Brühe, Essen…

Nichts half und mir blieb nur noch übrig mich zu ergeben. Allerdings war ich nicht der einzige, der sich den Rest des Tages abschminken konnte. Aron erlitt einen Hitzeschlag und musste sich noch bevor es dunkel war mit einem Brummschädel schlafen legen.

Mich hat es dann in der Dämmerung, mit der Bitte mich pünktlich zu „Comadre“ aufzuwecken auch ins Auto verschlagen. Nach c.a. eineinhalb Stunden Schlaf ging es auch schon wieder, trotzdem blieb der Rest des Tages abgeschrieben. Als „Comadre“ anfingen zu spielen hab ich es nicht länger als vier Songs in diesem stickigen, irre heissen und zum brechen vollen Konzertsaal ausgehalten und musste raus gehen. Ich stand ohne hin schon ganz hinten so das ich gar nichts mehr von der band sehen konnte, wäre ich weiter nach vorne gegangen, wäre ich höchst wahrscheinlich sofort aus den Latschen gekippt.

Ab da war dann mein Tag zu ende und ich zog es vor zu schlafen.

Abschließend muss ich sagen, dass ich selten so eine schöne Atmosphäre erlebt habe. Es war ehr wie eine große Party bei jemandem zu Hause als ein Festival. Gut ein drittel der Gäste kamen aus dem Ausland, wie zum Beispiel England, Belgien oder Spanien, was allerdings auch kein Wunder ist, wenn man sich das internationale Lineup anschaut, für jeden, der nur entfernt auf Geschrei in Musik steht, hätte sich dieses Festival mehr als gelohnt. Und mal nebenbei, als wir ankamen, wurde uns an der Kasse gesagt, dass wir daran denken sollen, kein Fleisch zu essen und nicht so viel zu saufen, damit wir uns benehmen, anbei gab es dann noch einen kleinen Merkzettel. Wir kamen uns ganz schön blöd vor, denn komischerweise wurde niemand mit dem wir geredet haben auf diese Weise ermahnt, noch gab es diesen Zettel in die Hand. Aber es hat sich am Ende natürlich bestätigt, dass andere Leute diesen gut gemeinten Ratschlag der Veranstalter besser hätten gebrauchen können als wir. Die Besucher des Festivals waren beinahe durchgängig sympathisch und man hat sich gut aufgehoben gefühlt, aber es gibt ja immer ein paar schwarze Schafe. So wurde ich jeden Morgen mit dummen Sprüchen aus der untersten Schublade von unseren Zelt- Nachbarn geweckt, die sie sich gegenseitig an den Kopf geworfen haben und dabei was Lautstärke angeht auch um halb acht Uhr morgens keine Rücksicht auf noch schlafende Festivalbesucher genommen haben. Am Samstag bin ich dann noch an einer Gruppe vorbeigegangen, die trotz des veganen Leitfadens des Festivals nicht darauf verzichten wollten sich ein paar fette Stücke Fleisch zu grillen und das auch noch lautstark rumposaunt haben. Idiots rule.

Ich freu mich auf's nächste Mal und dann hoffentlich bei bester Gesundheit und mit Sonnenschirm.


Kleiner Ausschnitt von "Who Calls So Loud". Leider nicht das ganze Lied, weil mein Arm irgendwann müde wurde...




Es folgen noch ein paar Fotos in der nächsten Zeit.

Song des Tages: Kontrapunkt - Alles wird besser! Aus dem Good Bye Tape

Montag, 30. Juni 2008

Skatetrip in Bodenwerder.

Eine meiner Lieblingsrubriken im BOARDSTEIN ist „Deutschlands beschissenste Skateparks“. Ich kann mit voller Überzeugung sagen, dass es diese Rubrik wohl so lange wie die Zeitschrift geben wird. Nicht weil sie so beliebt ist, sondern weil fast jedes Dorf und jede Stadt einen Skatepark hat, der dieser Rubrik gerecht werden würde.

Man darf das jetzt nicht falsch verstehen. Die Gemeinden sorgen ja nicht aus Böswilligkeit dafür, dass fast jeder Skatepark schlecht ist, das passiert einfach aus mangelndem Verständnis für die Materie. Niemand würde einen Skateboarder bestellen um einen Fußweg zu pflastern, aber genauso wenig sollte man einen Straßenarbeiter bestellen, wenn man einen Skatepark bauen will.

Dieser Fehler wurde anscheinend auch in dem schönen Bodenwerder gemacht und wird nur noch von den Nazi-Tags an den Brückenpfeilern übertroffen. Wieso zum Teufel bleibt ein Harkenkreuz sichtbar für alle an einem Brückenpfeiler und niemand fühlt sich dafür verantwortlich da mal mit einem Eimer Farbe dagegen zu wirken?!

Da sehen wir mal wieder wohin uns „Lasst die Fahnen draussen“ und „Du bist Deutschland“ gebracht haben. Aber zurück zum Thema und genug der vielen Worte, wir haben das Beste aus unserem Trip gemacht und auch ein bisschen gefilmt und ein paar Fotos geschossen. Bitteschön.




Sauer - BS Nose Tap revert.



Toni - FS Desaster.





Ich - Boneless ones.




Quatsch.

Donnerstag, 26. Juni 2008

Ein paar einleitende Worte.

Es ist 04:16 Uhr, es gibt nicht viel zu sagen.
Ich habe in letzter Zeit viel in Internetblogs herumgestöbert und habe mich davon so zu sagen anfixen lassen und musste mir nun einfach einen eigenen erstellen. Ich weiss selbst noch nicht wohin das führen wird, ob ich überhaupt mal einen brauchbaren Beitrag schreiben werde oder ob ich das ganze Projekt nach wenigen Wochen wieder einstampfen werde.
Zum Inhalt kann ich auch noch nichts Konkretes sagen. Es wird aber auf Texte über Erlebtes, Erträumtes und Aktuelles hinauslaufen, auch wird es mal ein Bild oder ein Video dazu geben. Thematisch will ich mich da auch gar nicht auf irgendwas festlegen.
Gastautoren sind immer erwünscht, sei es mit Texten, Bildern oder Videos.
Das soll es erstmal gewesen sein.

Song des Tages: Jason Anderson - So Long.

Aus dem Album "Tonight"