Ich bin heute um 06:30 Uhr aufgestanden. Ein eigentlich ehr demotivierender Start in das neue Semester, aber mit der Routine kommt die Gleichgültigkeit.
Ich gehe also duschen, nehme ein ausgewogenes Frühstück bestehend aus abgepacktem Vollkornbrot, Aufstrich, Tofu und Kaffee zu mir, checke im Internet ob sich noch kurzfristig was in meinem Stundenplan geändert hat und habe ständig die Uhr im Auge, denn ich will meinen Bus nicht verpassen. Ich schaue aus dem Fenster um auszuchecken, welche Kleidung heute angebracht ist und stelle dabei fest, dass der verfluchte Winter Einzug hält! Diese Erkenntnis schlägt mir ins Gesicht, wie ein Rummelboxer den letzten besoffenen Proleten kurz vor Feierabend zu Boden gehen lässt, also nicht ganz so hart aber durchaus treffsicher. Kurz vor halb acht, ich stürze den zweiten Kaffee hinunter und ziehe mir dabei Verbrennungen dritten Grades an Speiseröhre und Magenwand zu, jetzt muss ich aber los! Der Bus ist voll und ich muss stehen, er fährt einen Umweg wegen einer Baustelle und braucht circa zehn Minuten länger als sonst. Alles kein Problem, ich eile ins Rechenzentrum, drucke noch schnell den Kursplan aus, den ich natürlich zu Hause vergessen habe und mache mich dann auf den Weg zu meiner ersten Veranstaltung. Ich komme rein, sondiere den Raum, suche Menschen die ich kenne und noch wichtiger –auch mag. Ich finde einen angemessenen Platz, lege meine Sachen ab, gehe noch mal auf den Lokus und komme pünktlich wieder in den Raum.
„Konstituierte Sitzung“ –„Was habe ich mir da wieder eingebrockt Sitzung“. Ich habe mir für dieses Semester vorgenommen die Sache etwas ernster zu nehmen und höre gespannt zu, was der Prof zu erzählen hat, es ist ganz spannend und ich mag den Kerl, also die besten Voraussetzungen für meinen Plan! Doch dann passiert es. Das Auslösen der Motivation für mich zu schreiben: Hass auf andere Menschen!
Sie ist mir schon letztes Semester aufgefallen, sie zeichnet sich dadurch aus, zu wirklich jeder Veranstaltung zu spät zu kommen. Nicht, dass es mich stört, wenn jemand zu spät kommt, das passiert so gut wie immer, aber dieses Mädchen schafft es wirklich jedes Mal sich dabei so ungeschickt aufzuführen, dass bei mir alles an zu kochen fängt und ich in meiner Fantasie rot anlaufe und einen vulkanausbruchartigen Anfall erleide. Mental shock. Sie ist nicht schwer zu beschreiben: Eine Mischung aus Esoterik-Hippie und übergewichtiger Squaw. Sie besitzt die Dreistigkeit eine beschissene halbe Stunde zu spät, unvermittelt und laut wie immer, reinzuplatzen und mich mit ihrer Anwesenheit zu belästigen, als lieber gleich zu Hause zu bleiben und zu überlegen, ob es nicht vielleicht mehr Sinn machen würde sich einfach aufzuhängen. Sie wackelt behangen mit Lumpen und Leinentaschen geradezu hypnotisch am Prof vorbei und pfeift dabei ein „’tschuldigung“ durch ihr Eselsgebiss, während irgendeine Abart von Lächeln ein Doppelkinn in ihr Fast-Foot-Face formt. Ich beruhige mich erst wieder, als sie sich mit einem Plumsen, wie ein nasser Sack auf einen Stuhl am Rand fallen lässt und ihre Daily Soap aus dem Mittelpunkt des Seminars verschwindet. Von diesem Zeitpunkt an ist es aus mit meiner Aufmerksamkeit und ich verbringe die letzten fünfundvierzig Minuten damit, mir Gemeinheiten auszudenken.
Damn.
Dienstag, 13. Oktober 2009
Montag, 20. Juli 2009
Fußball in die Leisten!
17:00 Uhr Paderborn Hauptbahnhof, noch zwanzig Minuten bis mein Zug kommt. Es hat gerade geregnet und es ist windig. Die Sonne kommt raus und ich gehe, um mir die Zeit zu vertreiben vor den Haupteingang. Nebenan ist eine Baustelle, der Wind trägt den Geruch von Kies und Sand durch die feuchte Luft mitten in mein Gesicht. Wie am Meer. Ich genieße das und gehe auf den Bahnsteig, in der Hoffnung, dass es dort noch etwas windiger ist. Ein Zug fährt ein, heute ist ein Fußballspiel und mit dem Öffnen der Türen kommt mir eine Geruchsmischung aus Bier und Schweiß entgegen und grölende, gelb gekleidete Fußballfans benehmen sich daneben. Jetzt ist es aus mit der Romantik. BVB – Hurensöhne.
Dienstag, 27. Januar 2009
Der Aufklärung sei Dank...
Heute im Bus, zwei Kids, beide nicht älter als acht.
Junge eins: Der Praktikant trägt immer so eine Tasse mit sich rum, da ist am Griff eine AIDS-Schleife.
Junge zwei: Echt?
Junge eins: In Afrika haben fast alle AIDS, das wird da vererbt, da hat der halbe Kontinent AIDS!
Junge zwei: Ach so!
So einfach ist das! Wie putzig. Manchmal vergesse ich, dass ich Kinder eigentlich nicht mag.
Junge eins: Der Praktikant trägt immer so eine Tasse mit sich rum, da ist am Griff eine AIDS-Schleife.
Junge zwei: Echt?
Junge eins: In Afrika haben fast alle AIDS, das wird da vererbt, da hat der halbe Kontinent AIDS!
Junge zwei: Ach so!
So einfach ist das! Wie putzig. Manchmal vergesse ich, dass ich Kinder eigentlich nicht mag.
Donnerstag, 22. Januar 2009
...
Mein Herz springt vor Freude und mein Bart passt sich der neuen Witterung an, genau wie bei den Kamelen im Zoo. Ich glaube bevor es Zoos gab, kannten Kamele gar kein Winterfell! Ich stehe mit blass-blauem Himmel auf und kann beim Warten auf den Bus in die Sonne blinzeln. Das Fenster neben mir steht auf Kippe und ich sitze daneben ohne zittern zu müssen. Hell yeah, es wird Frühling.
Das Wetter beschert mir eine gute Laune. Ich vermisse zur Zeit mal wieder meine Sparkassenkarte, ich hoffe sie verlegt zu haben und befürchte sie verloren zu haben. Es steht noch eine Klausur an und ich habe zwei Wochenenden vor mir, die ich mit einem Blockseminar verschwenden darf. Aber – Das Wetter beschert mir eine gute Laune.
Noch zwei Wochen und ich kann wieder für zwei Monate die Füße hoch legen und dem Wetter beim schöner, wärmer, besser -Werden zugucken.
Ich habe Lust mit Lego zu bauen.
Friss meine Hose junger Mann!
Das Wetter beschert mir eine gute Laune. Ich vermisse zur Zeit mal wieder meine Sparkassenkarte, ich hoffe sie verlegt zu haben und befürchte sie verloren zu haben. Es steht noch eine Klausur an und ich habe zwei Wochenenden vor mir, die ich mit einem Blockseminar verschwenden darf. Aber – Das Wetter beschert mir eine gute Laune.
Noch zwei Wochen und ich kann wieder für zwei Monate die Füße hoch legen und dem Wetter beim schöner, wärmer, besser -Werden zugucken.
Ich habe Lust mit Lego zu bauen.
Friss meine Hose junger Mann!
Montag, 12. Januar 2009
Home By Train.
Es ist halb sechs abends, ich hatte gerade meine letzte Vorlesung und sitze im Zug nach Münster. Heute Abend spielen Captain Planet in einem Proberaumzentrum und ich bin schon ganz heiß, weil eigentlich nichts über Proberaum-Shows geht. Es ist meistens brechend voll, die Stimmung kocht über und es gibt billiges Bier von billiger Qualität. Ich stimme mich schon Mal ein und schließe an die zwei Bier an, die ich schon am Nachmittag getrunken habe. Fünf Stück habe ich im Rucksack und bin mir sehr sicher, wenn ich die auf der eineinhalb-stündigen Fahrt austrinke, ich gut angeheitert in Münster ankommen werde. Auf meinen Zugfahrten fällt mir eines immer wieder auf: Wenn man während der Fahrt Alkohol trinkt, bleiben die Plätze um einen herum meistens frei. Ich bin ein friedlicher junger Mann und habe eigentlich wenig an mir, wodurch mich fremde Leute für einen Obdachlosen oder Alkoholiker halten könnten, aber auch dieses Mal bleibt meine Viererbank leer, bis fast gar keine Plätze im Zug mehr frei sind und sich endlich eine Frau mittleren Alters dazu durchringen kann sich zu dem Penner zu setzten...
Es ist brechend voll, die Stimmung kocht über und es gibt billiges Bier von billiger Qualität. Leider hat sich meine Hoffnung, dass sich durch die Menschenmassen auch die Temperatur erhöhen wird nicht bestätigt und ich spüre meine Füße nicht mehr. Aber selbst schuld, wer kauft sich auch Leinen-Sneaker für den Winter?! Das Konzert übertrifft alle meine Erwartungen, ich habe den Spaß meines Lebens, was sicher auch daran liegt, dass ich wirklich betrunken bin. Ich bin sogar so betrunken, dass ich mir schon das Kotzen verkneifen musste, aber trotzdem noch seltsam klar. Ich werde diese Nacht auf einem Schlafsofa verbringen...
Es ist der nächste Morgen und ich befinde mich gerade auf der Rückfahrt. Dieses Mal saufe ich nicht, stinke aber dafür besonders nach Alkohol. Nicht nach Bier sondern einfach nur nach Alkohol, das ist die Art von Standarte, die sich nach einem nur kurzen, meist unerholsamen Schlaf einstellt. Um ehrlich zu sein, hätte ich schon wieder Lust ein paar Bier zu verhaften. „Ein paar Bier verhaften“, diesen Ausdruck habe ich neu gelernt und mir versprochen ihn nun des Öfteren zu benutzen. Es ist wunderschönes Wetter draußen und ich habe verdammt gute Laune. Es ist alles in bester Ordnung und mit dem Wissen, dass ich mich nach nur einer Stunde Uni wieder in den Zug nach Hause setzen kann, freue ich mich sogar auf die schleppende Fahrt nach Hause. Eigentlich freue ich mich immer darauf, denn auch wenn ich jetzt nicht mehr zu Hause wohne, hat es doch etwas von einem „Wochenabschluss“. Ich streife den Alltag ab und stürze mich in das Wochenende. Wenn man es genau nimmt, ist nichts alltäglicher als mein Wochenende: Ich komme an, erledige Einkäufe, treffe mich mit meiner Freundin, wir essen was, später kommen Freunde zu Besuch oder wir gehen zu zweit in die einzig brauchbare Kneipe in dieser Stadt. Das wiederholt sich in der Regel am Samstag nochmal und ich fahre montags mit dem Gefühl alt geworden zu sein zurück in meine neue Heimat. Das empfinde ich allerdings als gar nicht so negativ. Schließlich werden wir alle älter und ein Hauch von Normalität hat noch keinem geschadet...
Früher Schluss als erwartet, es ist immer noch alles in bester Ordnung. Am Bahnhof beginnt meine Reise mit einer zwanzig minütigen Verspätung der Bahn. Ein Zufall jagt die nächste Unverschämtheit und so werde ich mehr als doppelt so lange unterwegs sein, wie ich es normaler Weise bin. Teilweise den Tränen nahe bin ich mir sicher, dass es das Schicksal nicht gut mir mir meint und auf jedes tolle Erlebnis ein Dämpfer kommen muss, damit ich mir bloß nicht einbilde glücklich zu sein. Aber ich bin ein zäher Gegenspieler und habe zwei kalte Schultern in Situationen wie diesen zu entgegnen! Es ist schon lange dunkel draußen und auf den Bus wartend, sitze ich in einer viel zu kalten Wartehalle und versuche mir die Zeit mit lesen zu vertreiben. Ich schaffe es aber nicht mich auf mein Buch zu konzentrieren, da sich eine White-Trash-Braut sehr lautstark mit ihrem Vater unterhält während sie einen Kinderwagen durch die Eingangstür rangiert. Als die sehr junge Mutter zum Rauchen nach draußen geht, wird ihr Baby nervös und fängt an zu quängeln. Der stark übergewichtige ältere Mann, der der Opa zu sein scheint, macht bei dem versuch das Kind zu beruhigen mehr Krach als es selbst. Demonstrativ klappe ich mein Buch so laut zu wie es irgendwie geht und der Mann wird etwas leiser bei seinen Versuchen den Quälgeist zur Ruhe zu bringen. Im Angesicht der Situation muss ich grinsen, da mir wieder der Spruch einfällt, den ich mir extra für solche Situationen zurecht gelegt habe:“Stopfen Sie ihrer Missgeburt das Maul oder ich mach' es hier mit! Wie passend das jetzt wäre. Ich versuche eine SMS zu beantworten, aber meine Finger sind zu eingefroren, also rufe ich zurück. In sieben Minuten kommt mein Bus...
Es ist brechend voll, die Stimmung kocht über und es gibt billiges Bier von billiger Qualität. Leider hat sich meine Hoffnung, dass sich durch die Menschenmassen auch die Temperatur erhöhen wird nicht bestätigt und ich spüre meine Füße nicht mehr. Aber selbst schuld, wer kauft sich auch Leinen-Sneaker für den Winter?! Das Konzert übertrifft alle meine Erwartungen, ich habe den Spaß meines Lebens, was sicher auch daran liegt, dass ich wirklich betrunken bin. Ich bin sogar so betrunken, dass ich mir schon das Kotzen verkneifen musste, aber trotzdem noch seltsam klar. Ich werde diese Nacht auf einem Schlafsofa verbringen...
Es ist der nächste Morgen und ich befinde mich gerade auf der Rückfahrt. Dieses Mal saufe ich nicht, stinke aber dafür besonders nach Alkohol. Nicht nach Bier sondern einfach nur nach Alkohol, das ist die Art von Standarte, die sich nach einem nur kurzen, meist unerholsamen Schlaf einstellt. Um ehrlich zu sein, hätte ich schon wieder Lust ein paar Bier zu verhaften. „Ein paar Bier verhaften“, diesen Ausdruck habe ich neu gelernt und mir versprochen ihn nun des Öfteren zu benutzen. Es ist wunderschönes Wetter draußen und ich habe verdammt gute Laune. Es ist alles in bester Ordnung und mit dem Wissen, dass ich mich nach nur einer Stunde Uni wieder in den Zug nach Hause setzen kann, freue ich mich sogar auf die schleppende Fahrt nach Hause. Eigentlich freue ich mich immer darauf, denn auch wenn ich jetzt nicht mehr zu Hause wohne, hat es doch etwas von einem „Wochenabschluss“. Ich streife den Alltag ab und stürze mich in das Wochenende. Wenn man es genau nimmt, ist nichts alltäglicher als mein Wochenende: Ich komme an, erledige Einkäufe, treffe mich mit meiner Freundin, wir essen was, später kommen Freunde zu Besuch oder wir gehen zu zweit in die einzig brauchbare Kneipe in dieser Stadt. Das wiederholt sich in der Regel am Samstag nochmal und ich fahre montags mit dem Gefühl alt geworden zu sein zurück in meine neue Heimat. Das empfinde ich allerdings als gar nicht so negativ. Schließlich werden wir alle älter und ein Hauch von Normalität hat noch keinem geschadet...
Früher Schluss als erwartet, es ist immer noch alles in bester Ordnung. Am Bahnhof beginnt meine Reise mit einer zwanzig minütigen Verspätung der Bahn. Ein Zufall jagt die nächste Unverschämtheit und so werde ich mehr als doppelt so lange unterwegs sein, wie ich es normaler Weise bin. Teilweise den Tränen nahe bin ich mir sicher, dass es das Schicksal nicht gut mir mir meint und auf jedes tolle Erlebnis ein Dämpfer kommen muss, damit ich mir bloß nicht einbilde glücklich zu sein. Aber ich bin ein zäher Gegenspieler und habe zwei kalte Schultern in Situationen wie diesen zu entgegnen! Es ist schon lange dunkel draußen und auf den Bus wartend, sitze ich in einer viel zu kalten Wartehalle und versuche mir die Zeit mit lesen zu vertreiben. Ich schaffe es aber nicht mich auf mein Buch zu konzentrieren, da sich eine White-Trash-Braut sehr lautstark mit ihrem Vater unterhält während sie einen Kinderwagen durch die Eingangstür rangiert. Als die sehr junge Mutter zum Rauchen nach draußen geht, wird ihr Baby nervös und fängt an zu quängeln. Der stark übergewichtige ältere Mann, der der Opa zu sein scheint, macht bei dem versuch das Kind zu beruhigen mehr Krach als es selbst. Demonstrativ klappe ich mein Buch so laut zu wie es irgendwie geht und der Mann wird etwas leiser bei seinen Versuchen den Quälgeist zur Ruhe zu bringen. Im Angesicht der Situation muss ich grinsen, da mir wieder der Spruch einfällt, den ich mir extra für solche Situationen zurecht gelegt habe:“Stopfen Sie ihrer Missgeburt das Maul oder ich mach' es hier mit! Wie passend das jetzt wäre. Ich versuche eine SMS zu beantworten, aber meine Finger sind zu eingefroren, also rufe ich zurück. In sieben Minuten kommt mein Bus...
Dienstag, 6. Januar 2009
Freitag Saufen?
Diese Stadt ist ein leerer Ort mit Schnee gefüllt. Lebt durch Gedanken weiter und Sehnsuchtsschmerz. Im Angesicht der kalten Schauer auf dem Rücken wird dir warm ums Herz und kalt um die Ohren...
Es ist Freitag und zum Fahrradfahren viel zu kalt, aber es gibt ja Busse. Die fahren in dieser Stadt zwar nur bis zum Abend aber es ist ja gerade mal fünfzehn Uhr und bis zum Rückweg noch lange hin. Er hat also genügend Zeit sich bis dahin mit diversen Alkoholischen Getränken (eigentlich trinkt er meistens nur Bier) aufzuwärmen. Er ist Nichtraucher und hat deswegen fast nie Probleme mit seinem Taschengeld aus zukommen und da er sich sonst auch nicht viel gönnt, hat er kein schlechtes Gewissen dabei, sein Erspartes für billiges Bier auf den Kopf zu hauen. Auf dem Weg zur Bushaltestelle wird noch mal schnell abgecheckt ob er auch alles dabei hat. Geld, Schlüssel, das Handy, was schon lange seine Uhr abgelöst hat und genug zum anziehen, es ist heute wirklich besonders kalt! Aber er ist ja noch jung und relativ resistent gegen Kälte, ihm reicht eine Jeans, ein T-Shirt, darüber ein Pullover mit noch einem T-Shirt darüber und einem Zipper, den man aber aus Stilgründen nicht unbedingt zu machen muss. Einen Schal braucht er nicht, weil er das albern findet und Mützen stehen ihm nicht, also einfach die schulterlangen Haare unter die Kapuze gesteckt und ab geht’s.
Der Bus braucht fünfundzwanzig Minuten von ihm bis zu der Haltestelle von der aus er zu dem Freund kommt, den er abholen will um mit ihm Bier zu kaufen. Dieser Freund ist ein Jahr älter als er und sie waren früher schon immer zusammen Bier kaufen da nur dieser Freund schon einen Personalausweis hatte. Nun hat er selber schon länger einen aber irgendwie haben sie sich angewöhnt noch immer zusammen einkaufen zu gehen obwohl es für jeden von ihnen kürzer und einfacher wäre das alleine zu tun. Als er ankommt, hat sein Freund schon Besuch von einem weiteren Freund. Sie sind alle drei sehr gute Freunde und bevor es los geht spielen sie noch eine Runde „Tony Hawk 1“ auf der Playstation – auch Modell eins. Er verliert jedes Spiel, da er selbst keine Playsstation hat und die anderen gut im Training sind. „Dafür fahr ich im echten Leben besser“ - denkt er sich und fordert die anderen beiden auf sich endlich mal fertig zu machen, damit sie wenigsten noch Hellen los gehen können. Es ist zwar sehr kalt aber dafür scheint auch seit langer Zeit mal wieder die Sonne und keine Wolke steht am Himmel. Freund drei hat sowieso gerade mal wieder klar gewonnen und so machen sich alle fertig. Er streift wieder den Zipper über und die anderen beiden ziehen sich Jacken an. Alle stopfen die schulterlangen Haare unter die Kapuzen und gehen raus. Bevor es los geht huscht Freund drei noch mal schnell rüber ins Gartenhaus um dort schon mal die Heizung einzuschalten.
Sie brauchen zwanzig Minuten bis zum Getränkemarkt in denen sie gut die Hälfte an Weg wieder zurück gegangen sind, die er auf dem Hinweg mit dem Bus gefahren ist. Das macht ihm aber nichts, denn er ist es ja gewohnt und inzwischen ist es auch schon halb fünf am Nachmittag, auf dem Rückweg zu Freund zwei werden sie wie üblich noch an der Imbissbude halt machen und bis sie wieder bei ihm vor der Tür stehen wird es sicher schon achtzehn Uhr und dunkel sein. Gezielt wird das Regal mit dem Dosenbier angesteuert und jeder nimmt sich ein paar Büchsen mit. Nächstes Jahr kommt das Dosenpfand, ab und zu trinken sie schon Mal Flaschenbier um dann besser darauf umsteigen zu können. Jeder bezahlt bar, sie stopfen sich die schulterlangen Haare unter die Kapuze und verlassen den Laden.
Sie brauchen zehn Minuten bis zu der griechischen Imbissbude, bei der sie wie geplant halt machen und sich jeder wie immer ein Mal Gyros-Pita und eine Portion Pommes bestellt. Am Ketchup wird gespart, den hat Freund drei auch zu Hause! Sie warten ungewohnt lange auf ihr Essen, freuen sich aber umso mehr, als es ihnen endlich über die Theke gereicht wird. Sie stopfen sich alle die schulterlangen Haare unter die Kapuze und verlassen den Laden.
Sie brauchen weitere zehn Minuten bis sie wieder bei Freund zwei vor der Haustür stehen. Sie haben zwar einige Bekannte getroffen und lange auf ihr Essen gewartet aber es ist trotzdem erst viertel nach fünf am Abend. Es ist zwar schon dunkel aber die anderen werden noch bis halb sieben auf sich warten lassen. Sie gehen rein, ziehen die oberste Schicht der Kleidungsstücke aus und machen sich über ihr Essen her. Sie haben Anstand und warten auf Freund zwei, der ganz schön damit zu tun hat seine zwei Gäste zu bewirtschaften. Gabel hier, Teller da und vergiss den Ketchup nicht!
Mittlerweile ist es viertel nach sechs und nach einem Skatevideo und einer weiteren Runde Playstation kann man so langsam rüber ins Gartenhaus gehen. Es wird darin jetzt schön warm sein und deswegen sparen sie es sich die letzte Kleidungsschicht wieder anzuziehen und auch die schulterlangen Haare werden dieses Mal nicht unter die Kapuze gestopft. Drüben angekommen werden die ersten Biere geöffnet und die Tage bis zu den nächsten Ferien abgezählt um die Zeit zu vertreiben. Es dauert nicht lange und es tauchen auch schon Freundin vier, Freundin fünf und Freund sechs auf. Sie sind nie viel mehr, aber vielleicht kommt ja später noch eine Nummer sieben vorbei. Dann würde Freund zwei aber auch schon nervös werden und alle ermahnen, dass sie bitte nicht so laut sein sollen. Das ist ein Besäufnis und keine Party!
Es ist dreiundzwanzig Uhr dreißig. Er ist eh schon spät dran und wird sich morgen an nicht mehr viel erinnern können. Er hat sechs große Dosen Bier getrunken und ein bisschen Likör, den die Mädchen mitgebracht haben. Er verabschiedet sich bis morgen, zieht seinen Zipper über und stopft die schulterlangen Haare unter die Kapuze. Er wird zu spät kommen aber das ist ihm jetzt egal.
So sah mein Wochenende vor ungefähr Sechs Jahren aus. Die Jahreszeit hab' ich nur gewählt, weil ich sie irgendwie besonders stark mit diesen Geschehnissen verbinde. Wenn ich jetzt Freitags nach Hause komme ist es immer schon dunkel und es gibt nicht mehr viel zu sehen, was einen an die „gute alte Zeit“ erinnert. Neulich bin ich bei genau so einem Wetter wie ich es beschrieben habe zufällig Auto gefahren und habe extra einen Umweg gemacht nur um am Haus von Freund zwei vorbeifahren zu können und noch Mal einen Blick auf die alt gewohnte Aussicht zu werfen. Das ist doch das Beste an dieser Jahreszeit. Das und das man Bier nicht in den Kühlschrank räumen brauch sondern es einfach vor die Tür stellen kann.
Geiler Song: Matula – komm rein Kollege Zukunft.
Es ist Freitag und zum Fahrradfahren viel zu kalt, aber es gibt ja Busse. Die fahren in dieser Stadt zwar nur bis zum Abend aber es ist ja gerade mal fünfzehn Uhr und bis zum Rückweg noch lange hin. Er hat also genügend Zeit sich bis dahin mit diversen Alkoholischen Getränken (eigentlich trinkt er meistens nur Bier) aufzuwärmen. Er ist Nichtraucher und hat deswegen fast nie Probleme mit seinem Taschengeld aus zukommen und da er sich sonst auch nicht viel gönnt, hat er kein schlechtes Gewissen dabei, sein Erspartes für billiges Bier auf den Kopf zu hauen. Auf dem Weg zur Bushaltestelle wird noch mal schnell abgecheckt ob er auch alles dabei hat. Geld, Schlüssel, das Handy, was schon lange seine Uhr abgelöst hat und genug zum anziehen, es ist heute wirklich besonders kalt! Aber er ist ja noch jung und relativ resistent gegen Kälte, ihm reicht eine Jeans, ein T-Shirt, darüber ein Pullover mit noch einem T-Shirt darüber und einem Zipper, den man aber aus Stilgründen nicht unbedingt zu machen muss. Einen Schal braucht er nicht, weil er das albern findet und Mützen stehen ihm nicht, also einfach die schulterlangen Haare unter die Kapuze gesteckt und ab geht’s.
Der Bus braucht fünfundzwanzig Minuten von ihm bis zu der Haltestelle von der aus er zu dem Freund kommt, den er abholen will um mit ihm Bier zu kaufen. Dieser Freund ist ein Jahr älter als er und sie waren früher schon immer zusammen Bier kaufen da nur dieser Freund schon einen Personalausweis hatte. Nun hat er selber schon länger einen aber irgendwie haben sie sich angewöhnt noch immer zusammen einkaufen zu gehen obwohl es für jeden von ihnen kürzer und einfacher wäre das alleine zu tun. Als er ankommt, hat sein Freund schon Besuch von einem weiteren Freund. Sie sind alle drei sehr gute Freunde und bevor es los geht spielen sie noch eine Runde „Tony Hawk 1“ auf der Playstation – auch Modell eins. Er verliert jedes Spiel, da er selbst keine Playsstation hat und die anderen gut im Training sind. „Dafür fahr ich im echten Leben besser“ - denkt er sich und fordert die anderen beiden auf sich endlich mal fertig zu machen, damit sie wenigsten noch Hellen los gehen können. Es ist zwar sehr kalt aber dafür scheint auch seit langer Zeit mal wieder die Sonne und keine Wolke steht am Himmel. Freund drei hat sowieso gerade mal wieder klar gewonnen und so machen sich alle fertig. Er streift wieder den Zipper über und die anderen beiden ziehen sich Jacken an. Alle stopfen die schulterlangen Haare unter die Kapuzen und gehen raus. Bevor es los geht huscht Freund drei noch mal schnell rüber ins Gartenhaus um dort schon mal die Heizung einzuschalten.
Sie brauchen zwanzig Minuten bis zum Getränkemarkt in denen sie gut die Hälfte an Weg wieder zurück gegangen sind, die er auf dem Hinweg mit dem Bus gefahren ist. Das macht ihm aber nichts, denn er ist es ja gewohnt und inzwischen ist es auch schon halb fünf am Nachmittag, auf dem Rückweg zu Freund zwei werden sie wie üblich noch an der Imbissbude halt machen und bis sie wieder bei ihm vor der Tür stehen wird es sicher schon achtzehn Uhr und dunkel sein. Gezielt wird das Regal mit dem Dosenbier angesteuert und jeder nimmt sich ein paar Büchsen mit. Nächstes Jahr kommt das Dosenpfand, ab und zu trinken sie schon Mal Flaschenbier um dann besser darauf umsteigen zu können. Jeder bezahlt bar, sie stopfen sich die schulterlangen Haare unter die Kapuze und verlassen den Laden.
Sie brauchen zehn Minuten bis zu der griechischen Imbissbude, bei der sie wie geplant halt machen und sich jeder wie immer ein Mal Gyros-Pita und eine Portion Pommes bestellt. Am Ketchup wird gespart, den hat Freund drei auch zu Hause! Sie warten ungewohnt lange auf ihr Essen, freuen sich aber umso mehr, als es ihnen endlich über die Theke gereicht wird. Sie stopfen sich alle die schulterlangen Haare unter die Kapuze und verlassen den Laden.
Sie brauchen weitere zehn Minuten bis sie wieder bei Freund zwei vor der Haustür stehen. Sie haben zwar einige Bekannte getroffen und lange auf ihr Essen gewartet aber es ist trotzdem erst viertel nach fünf am Abend. Es ist zwar schon dunkel aber die anderen werden noch bis halb sieben auf sich warten lassen. Sie gehen rein, ziehen die oberste Schicht der Kleidungsstücke aus und machen sich über ihr Essen her. Sie haben Anstand und warten auf Freund zwei, der ganz schön damit zu tun hat seine zwei Gäste zu bewirtschaften. Gabel hier, Teller da und vergiss den Ketchup nicht!
Mittlerweile ist es viertel nach sechs und nach einem Skatevideo und einer weiteren Runde Playstation kann man so langsam rüber ins Gartenhaus gehen. Es wird darin jetzt schön warm sein und deswegen sparen sie es sich die letzte Kleidungsschicht wieder anzuziehen und auch die schulterlangen Haare werden dieses Mal nicht unter die Kapuze gestopft. Drüben angekommen werden die ersten Biere geöffnet und die Tage bis zu den nächsten Ferien abgezählt um die Zeit zu vertreiben. Es dauert nicht lange und es tauchen auch schon Freundin vier, Freundin fünf und Freund sechs auf. Sie sind nie viel mehr, aber vielleicht kommt ja später noch eine Nummer sieben vorbei. Dann würde Freund zwei aber auch schon nervös werden und alle ermahnen, dass sie bitte nicht so laut sein sollen. Das ist ein Besäufnis und keine Party!
Es ist dreiundzwanzig Uhr dreißig. Er ist eh schon spät dran und wird sich morgen an nicht mehr viel erinnern können. Er hat sechs große Dosen Bier getrunken und ein bisschen Likör, den die Mädchen mitgebracht haben. Er verabschiedet sich bis morgen, zieht seinen Zipper über und stopft die schulterlangen Haare unter die Kapuze. Er wird zu spät kommen aber das ist ihm jetzt egal.
So sah mein Wochenende vor ungefähr Sechs Jahren aus. Die Jahreszeit hab' ich nur gewählt, weil ich sie irgendwie besonders stark mit diesen Geschehnissen verbinde. Wenn ich jetzt Freitags nach Hause komme ist es immer schon dunkel und es gibt nicht mehr viel zu sehen, was einen an die „gute alte Zeit“ erinnert. Neulich bin ich bei genau so einem Wetter wie ich es beschrieben habe zufällig Auto gefahren und habe extra einen Umweg gemacht nur um am Haus von Freund zwei vorbeifahren zu können und noch Mal einen Blick auf die alt gewohnte Aussicht zu werfen. Das ist doch das Beste an dieser Jahreszeit. Das und das man Bier nicht in den Kühlschrank räumen brauch sondern es einfach vor die Tür stellen kann.
Geiler Song: Matula – komm rein Kollege Zukunft.
Spät dran.
Alles voll mit Schnee. Es ist klirrend kalt. Sonne in Bielefeld. Der Müll wartet darauf raus gebracht zu werden, bevor er unter der Spüle durch das feucht warme Klima anfängt zu schimmeln. Und obwohl ich nur knapp vier Stunden geschlafen habe, freue ich mich auf den Tag. Not macht kreativ, more to come!
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